Mittwoch, 1. Juni 2016

Kündigung in der Probezeit: Was nun?

Bewerbungstipps nach Kündigung in der Probezeit

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Endlich hat man den ersehnten Karrieresprung gemacht und fängt eine neue Stelle bei einer neuen Firma an. Eine Zeit der Herausforderungen aber auch ein Phase der Unsicherheit beginnt.

Ob Sie als Mitarbeiter oder Führungskraft und das Unternehmen zueinander passen, muss sich erst herausstellen. Es gibt zu viele ungeschriebene Regeln, neue Aufgaben, Kollegen und Fallstricke kennen zu lernen sowie firmenpolitische Strategien zu beobachten, zu denen man sich positionieren muss.

Vorschaltung einer Probezeit

Deswegen wird bei Abschluss des Arbeitsvertrages auf die Vorschaltung einer Probezeit geeinigt haben. In ihr geht es nicht nur um Fachliches, sondern auch um das soziale Verhalten. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Probezeit nicht längster als sechs Monate dauern darf.

Innerhalb dieses Zeitrahmens kann mit einer Frist von zwei Wochen ordentlich gekündigt werden. Den Grund der Kündigung muss der Arbeitgeber nicht nennen. Er kann noch am letzten Tag der Probezeit die Kündigung aussprechen. Aber auch als Mitarbeiter kann man unter Einhaltung der Frist, sein Arbeitverhältnis kündigen.

Was aber, wenn die Zusammenarbeit im Unternehmen nicht klappt?

Irgendwie ist die Stimmung Ihnen gegenüber seit einiger Zeit komisch. Sie fühlen sich isoliert und haben den Kontakt zu den Vorgesetzten verloren, Sie werden nicht zu Meetings eingeladen oder sitzen alleine in der Kantine? Das sind keine guten Anzeichen.

Nun gibt es einen Termin in der Personalabteilung ohne dass man Ihnen den Grund nennt. Dann folgende Worte: "Wir müssen uns leider von Ihnen trennen." Man überreicht Ihnen das Kündigungsschreiben, bittet Sie Ihren Arbeitsplatz zu räumen und stellt Sie frei.

Kündigung und nun?

Es ist vor allem wichtig, möglichst die Ruhe zu bewahren. Das ist einfacher gesagt, als getan. Wer in der Probezeit seine Arbeit verliert, leidet besonders. Zuerst ist man geschockt und kann es nicht glauben. Doch das Kündigungsschreiben ist echt. Die Kündigung in der Probezeit ist ausgesprochen. Jetzt heißt es, die Wunden lecken und zu Hause erstmal seinen Gefühlen wie Wut, Trauer, Erschrecken einen Ausdruck zu verleihen.

Tipp: Analyse der Probezeit

Der nächste Schritt ist die ehrliche Analyse. Gehen Sie die Probezeit noch einmal Schritt für Schritt gedanklich durch. In der Statistik stehen an erster Stelle der Kündigungsgründe unterschiedliche Vorstellungen über die Zusammenarbeit. Darauf folgen eine unzureichende Einbindung in das Team oder zu geringe Fachkenntnisse.

Jetzt beantworten Sie sich diese Fragen:

- Welchen Anteil an der Kündigung haben Sie selbst?
- Welche Konsequenzen ziehen Sie aus der Kündigung?
- Was machen Sie, damit es in der neuen Firma besser läuft?

Die Antworten verschaffen Ihnen die Option, bei der nächsten Arbeitsstelle anders zu handeln. Das ist Ihre Chance, die Fehler nicht zu wiederholen. Manchmal passt es aber einfach auch nicht. Dann ist es gut, wenn der Schnitt schnell kommt, statt das Leiden zu verlängern. Denn das Leben besteht nicht nur aus einer Kette von Erfolgen. Das Scheitern und der Umgang damit gehört auch dazu. Oft kommt man aus dieser Krise gestärkt heraus, auch wenn es zu Beginn nicht so aussieht.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Das heißt: Die neue Arbeitsstelle und Position besser auswählen, sich stärker am eigenen Profil und nicht nur an der Position oder dem Gehalt orientieren. Es bedeutet aber auch mehr auf die Struktur der Stelle, die Wertigkeit der Aufgaben, die Innenpolitik im Unternehmen und auf die Kollegen sowie Vorgesetzten zu achten.

Tipp für die neue Probezeit: Suchen Sie sich einen passenden Coach, mit dem Sie über die Situation am Arbeitsplatz in der Probezeit sprechen können, der Ihnen eine neutrale Außensicht der neuen Arbeitsstelle vermittelt und Sie stärkt.

Montag, 30. Mai 2016

Karriere: Erfolgstipp - bleiben Sie sich treu!

"Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu."

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Sei einfach du selbst! Den Spruch hört man öfter in amerikanischen Filmen. Bleib dir treu, würde man in Deutschland sagen. Kinder sind sich selbst treu. Sie denken nicht darüber nach, welche Folgen ihr Verhalten hat. Ihre Gedanken drehen sich nicht darum, was andere über ihr Benehmen denken.

Sich selbst treu bleiben?

Für Erwachsene ist es nicht ganz einfach, sich selbst treu zu bleiben. Erwachsene lernen innerhalb der Gesellschaft und deren Normen und Regeln, zu funktionieren. Dieser Anpassungsprozess verändert ihr Verhalten. Sie geben sich anders, als sie eigentlich sind.

Es entsteht ein Zwiespalt zwischen erwünschtem und sanktioniertem Verhalten. Einerseits wollen wir uns nicht verbiegen lassen. Wir wollen glaubwürdig und echt sein und keine faulen Kompromisse machen! Doch andererseits fühlen wir uns im Berufalltag oft gezwungen faule Kompromisse einzugehen. Wir möchten den Chef nicht verärgern oder den Auftrag an Land ziehen möchten oder den aufgebrachten Kunden besänftigen. Das Streben nach Respekt und sozialer Anerkennung hindert uns oft daran, unser echtes Wesen zu zeigen.

Wer sich verstellt, wird nicht glücklich – manchmal sogar krank.

Aber wer sich dauerhaft verstellt, wird damit nicht glücklich. Denn wenn wir uns verstellen, nur um anderen zu gefallen und uns dauernd zurücknehmen, dann kann das einen hohen Druck aufbauen. Im schlimmsten Fall entwickeln sich körperliche oder psychische Erkrankungen.

Gibt es einen Ausweg?

Das Schlagwort Authentizität zeigt uns die Richtung. Wikipedia schreibt dazu: "Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, dass das Handeln einer Person nicht durch äußere Einflüsse bestimmt wird, sondern in der Person selbst begründet liegt."

Authentizität bedeutet auch sich nicht abzulehnen. Es heißt nicht zu versuchen, den anderen Menschen ein Selbstbild von sich zu verkaufen, das einfach nicht stimmt. Ein Mensch, der sich treu bleibt, kennt seine Stärken und Schwächen ebenso wie seine Gefühle und Motive für sein Verhalten.

Selbstreflexion:

Erst durch Selbstreflexion sind wir in der Lage, unser Handeln bewusst zu machen und willentlich zu beeinflussen. Authentisch zu sein, das erreicht man jedoch nicht über Nacht, es ist vielmehr ein Prozess. Wer sein Leben und seine Ziele nach seinen inneren Werten ausrichtet, also authentischer lebt, wird glücklicher werden. Der Einfluss innerer Werte auf die Erreichung unserer Ziele ist groß. Denn die Einhaltung unserer Werte ist für unser Unterbewusstsein wichtiger als die Erreichung eines den Werten entgegengesetzten Ziels.

Was können Sie tun, um authentischer zu werden?

  • Suchen Sie sich Menschen, denen es so ergeht.
  • Suchen Sie sich Personen, die die Probleme verstehen und mit denen Sie offen reden können.
  • Beobachten Sie sich selbst. Schauen Sie in den verschiedensten Situationen, wie Sie sich verhalten und schreiben Sie es auf.
  • Achten Sie auch auf die eigenen Bedürfnisse nach Ruhe und Nähe.
  • Bringen Sie Ihren Mitmenschen Respekt und Anerkennung entgegen.
  • Werden Sie stolz auf sich selbst, wenn Sie in schwierigen Situationen zu sich selbst zu stehen.
  • Haben Sie den Mut, Ihr eigenes Leben zu leben – und lassen Sie sich nicht von den Erwartungen anderer leiten.
  • Lernen Sie Ihre Gefühle ausdrücken.
  • Finden Sie einen vernünftigen Ausgleich zwischen Arbeiten und Privatleben.
  • Bleiben Sie mit Freunden in Kontakt.
  • Seien Sie mit weniger zufrieden.
 

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Karriere: Mehr Zufriedenheit im Job

Was uns im Beruf glücklich oder auch unglücklich macht.
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Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber und denken gerade zu Beginn des Jahres über einen Jobwechsel nach.

Mitarbeiter, die sich als zufrieden bezeichnen, sind offener für positive Einflüsse, nehmen leichter Kontakt auf und blicken optimistischer in ihre Zukunft.

Ihr Beruf entscheidet also mit über das Lebensglück. Wissenschaftler erforschen, woran das liegt. Nimmt man diese ernst, ist für die heutigen Industriegesellschaften eines klar: Nicht Arbeiten macht unzufrieden, sondern die Art der Arbeit und das jeweilige Umfeld. Deshalb ist es wichtig, zu erfahren, wie sich der Job im Laufe des Arbeitstages gestaltet. Denn die Arbeit besteht aus ganz unterschiedlichen Momenten, also aus Tätigkeiten, die Spaß machen und solchen, die einfach getan werden müssen.

Doch wodurch entsteht Zufriedenheit?
In der Regel liegt die persönliche Zufriedenheit nicht nur im Beruf selbst, sondern auch darin, welche Wertschätzung Ihnen als Mitarbeiter und Ihren Leistungen vom Chef und den Kollegen entgegengebracht wird und welchen Wert Sie sich selbst bei messen. Das bedeutet: Fühlen Sie sich als geachtetes Mitglied im Team, zu für Sie annehmbaren Bedingungen und Konditionen, oder sehen Sie sich nur als befristeten Wegwerfartikel, der um jeden Cent kämpfen muss und auch sonst immer das schwächste Glied in der Kette ist?

Wichtig: Ihre innere Einstellung zu der Arbeit

Bleiben Sie sich treu, statt zu leben, wie andere es erwarten. Glück und Zufriedenheit erleben Sie in Momenten, in denen sich die Aufmerksamkeit auf etwas für Sie Interessantes im Job richtet. Um diese Augenblicke zu erleben, brauchen Sie nicht nur den richtigen Beruf, oder den geeigneten Arbeitgeber, sondern auch die richtige innere Einstellung.

Warum können manche Mitarbeiter trotz gleicher Belastung frohgemut selbst belastenden Arbeiten durchführen und andere nicht? Was unterscheidet diese von den anderen? Es ist der subjektive Blick auf die Situation und die eigene Position dazu. Auch benötigen Sie die nötige Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Denn: Sie sollten ausgeglichen leben. Das bedeutet auch langsamer leben, nicht jedem Trend hinterher rennen und die kleinen Momente zu genießen. Unzufrieden: Sie überlegen den Arbeitsplatz zu wechseln?

Warum wollen Sie den Job wechseln?

Haben Sie diese Fragen für sich klar beantwortet, bewahrt Sie das vor einer Kurzschlussreaktion, die Sie im Nachhinein bereuen könnten. Denn eine überstürzte Kündigung ist häufig die falsche Entscheidung. Anstatt sofort das Weite zu suchen, kann eine genaue Analyse der beruflichen Situation Klarheit verschaffen. Sie können herausfinden, was Sie stört und mit welchen  Strategien Sie eine Verbesserung Ihrer persönlichen Lage erreichen können.

Analyse der beruflichen Situation

Der Chef

Was für ein Mensch ist Ihr Chef? Arbeite Sie gerne für ihn? Erkennt er Ihre Leistung an?

Die Kollegen

Wie ist mit der Kommunikation im Team? Wie klappen die Arbeitsabläufe? Was denken Sie über die Kollegen? Was denken die Kollegen über Sie?

Die Aufgaben

Sind Sie überfordert oder eher unterfordert?  Können Sie sich mit den Tätigkeiten identifizieren? Erzählen Sie anderen gerne von der Arbeit?

Nun stellt sich die Frage:  Bleiben oder Gehen?

Stellen Sie eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf: Was geben Sie auf, was riskieren Sie - und was können Sie gewinnen? Außerdem sollten Sie Ihre finanziellen Reserven prüfen: Können Sie sich Einbußen leisten, kommt ein eventueller Umzug infrage? Ein Wechsel sollte auf jeden Fall für den zukünftigen Arbeitgeber nachvollziehbar sein.

Montag, 14. Dezember 2015

Bewerbung Absolventen: 3 TOP-Tipps fürs Anschreiben

Wie sich Absolventen im Anschreiben perfekt vermarkten.

Absolventen haben es derzeit nicht leicht auf dem Arbeitsmarkt. Ein gutes Studium, die richtigen Praktika, Auslandserfahrung und trotzdem immer noch arbeitssuchend.

Dies führt nach einiger Suchzeit zu hoher Nervosität der Absolventen.

Wer derzeit mit dem Studium fertig wird, muss sich auf eine längere Jobsuche gefasst machen. Ungefähr 70 bis 80 Bewerbungen schreiben Absolventen im der Durchschnitt.

Selbst bei guten Absolventen kann es vorkommen, dass sie bis zu einem Jahr nach einem Job suchen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass viele Berufseinsteiger mittlerweile mit befristeten Verträgen starten und nach kurzer Zeit von 1 -2 Jahren wieder auf dem Arbeitsmarkt sind.

Zitat eines Betroffenen:

Ich bin BWL-Masterabsolvent und bewerbe mich nun mittlerweile seit 4 Monaten vergeblich um eine Anstellung. Ich bin gerade echt am verzweifeln und bekomme langsam aber sicher Angst, dass es irgendwie nicht mehr klappt. Mal ganz davon abgesehen, dass die aktuelle Situation (kein Job, kein Geld, unsichere Perspektive) absolut nicht lustig ist (klar beiße ich mich durch und kämpfe? es wird einem natürlich nichts geschenkt, aber es ist mit der Zeit leider schon ernüchternd und demotivierend).

Ich habe einen guten Master- und Bachelor-Abschluss, während des Studiums drei umfangreiche und anspruchsvolle Praktika bei namhaften Dax-Unternehmen absolviert und habe zudem meine Masterarbeit bei einem ebenfalls sehr beliebten und bekannten Dax-Unternehmen geschrieben. Trotzdem habe ich bis jetzt noch keine Anstellung gefunden.
(Quelle: http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?ukatid=14&f=28&i=246875&t=246875&collapse=1 )

Absolventen, die bereits länger erfolglos auf Stellensuche sind, sollten sich Gedanken über Ihre Vermarktungsstrategie machen. Sie sollten ihre Bewerbungsunterlagen optimieren. Am Besten beginnen Sie mit dem Anschreiben.

So erstellen Sie als Absolvent erfolgreiche Anschreiben:

1. Wecken Sie mit dem Einstiegssatz Interesse:

Sehr geehrter Herr Henkes,

nutzen Sie meine Doppelqualifikation als ausgebildeter Bankkaufmann und Diplom-Volkswirt mit erster praktischer Berufserfahrung für den Erfolg Ihres Unternehmens.

oder

Sehr geehrte Frau Schulzer,

diplomierte Volkswirtin mit Spezialisierung in dem Themenfeld „Wirtschaftsprobleme in Entwicklungsländern“, mit Wissen im Bereich der Mikrofinanzierung möchte engagiert in Ihrem Projekt mitarbeiten.

2. Werden Sie konkret:

Bereits während meines Studiums der Internationalen Betriebswirtschaftslehre spezialisierte ich mich auf den Bereich Personalmanagement. Neben den im Schwerpunkt Personal erlangten Kenntnissen und Fähigkeiten habe ich meine Abschlussarbeiten zu den personalpolitischen Themen „Retention Management“ und „Work Life Balance“ verfasst. Darin habe ich u. a. immaterielle Motivationsanreize analysiert, die sich für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung als besonders effizient erwiesen haben.

oder

Erste Praxiserfahrung konnte ich während meiner Ausbildung zum Mediengestalter – Digital und Print sammeln. Zu meinen Aufgaben gehörten die digitale Bildbearbeitung, die Anwendung von HMTL, die tägliche Pflege diverser Websites mit Typo3 sowie die projektbasierte Datenverwaltung.

oder

Bereits während meines Studiums zum Betriebswirt mit den Schwerpunkten Marketing und International Management habe ich als Werkstudent erste Erfahrungen im Verkauf vorzugsweise im Bereich elektronischer Produkte, im Aufbau und der Pflege von Kundenbeziehungen, im Rackjobbing und in der Produktberatung sammeln können.

3. Gehen Sie auf Besonderheiten ein:

Bei internationalen Kunden ist die soziale und kulturelle Identität dieser Menschen ein wichtiger Faktor, um ins Geschäft zu kommen. Aus Ihrem Internetauftritt entnehme ich, dass Russland und die GUS-Länder  zu Ihren Zielmärkten zählen. Mein erstes Studium als Kulturwissenschaftlerin habe ich an der Staatlichen Universität in Russland absolviert. Deswegen sind mir die russische Kultur, Mentalität, Sprache und Schrift sehr vertraut.

oder

Ein weiterer Punkt sind meine sozialen Kompetenzen: Ich spiele in einem Basketballverein bei Turnieren mit (Mannschaftssport), gebe Nachhilfe und habe im Januar 20xx ein Sozialpraktikum an der Grundschule Musterort absolviert.

oder

Von Vorteil für die ausgeschriebene Stelle: Zum einen bringe ich durch meinen kulturellen Hindergrund als Italiener ein besonderes Verständnis der italienischen Mentalität, italienischen Produkte und italienischen Sprache mit, andererseits verfüge ich durch mein Studium als Betriebswirt über die nötigen fachlichen Vorraussetzungen und Kenntnisse des deutschen Marktes.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Bewerbung: Anders erfolgreich bewerben!

Sich von den Mitkonkurrenten positiv unterscheiden.
© Stephanie  Hofschlaeger / PIXELIO
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Mein Eindruck: Wir leben in einer getakteten, normierten Massengesellschaft.

Geprägt werden wir durch Massengeschmack, überschüttet mit Massenkonsum und überfordert mit Massenbewerbungen wie 600 Bewerbungen auf eine neue Sachbearbeiterstelle bei einem Kölner Verlag.

Individualität? Nicht gefragt. Anpassung: Sehr gewünscht! Unterscheidbarkeit: Nicht gegeben!

Be-Werbung für sich bedeutet: Sich unterscheiden, positiv auffallen!

Wie geht das? Das funktioniert nur, wenn Sie als Bewerber bereit sind, sich aus der Anpassungsfalle zu lösen, also Ecken und Kanten zeigen. Natürlich können Sie damit anecken oder auch polarisieren. Aber ich glaube Sie unterscheiden sich dadurch von der großen Masse der "Lauen". Entweder gewinnen Sie "Fans" oder Sie fallen durch. Verlieren können Sie nicht, Sie gewinnen nur Erfahrungen für den nächsten Versuch.
Ziel:
Aus den Fehlern lernen und seine Be-Werbungsstrategie auf die Zielgruppe hin optimieren.

Mal Anders bewerben

Management Summary statt Anschreiben. Die klassische Management Summary dient in Projekten häufig als Entscheidungsvorlage z. B. für eine Auftragsvergabe. Sieht man sich als Bewerber als ein Anbieter von spezifischem Know-how, dann ist die Stellenanzeige mit einer Ausschreibung vergleichbar. Man bewirbt sich darum Aufträge oder Aufgaben durchführen zu dürfen.

Für die Summary empfehle ich für den Aufbau,  sich folgende Fragen zu stellen:

- Was für eine Art von Kunde ist es?

Sie müssen herausfinden in welchem Umfeld / Branche der Auftraggeber tätig ist und mit welchen Rahmenbedingungen er zu kämpfen hat.

- Welche Aufgaben möchte der Kunde vergeben?

Schauen Sie genau hin, welche Aufgaben zu vergeben sind und welche Wertigkeiten diese Aufgaben für den Kunden haben.

- Worum geht es dem Kunden?

Der Adressat des Management Summary soll im ersten Satz erfahren, für welchen Aufgabenbereich Sie welche Lösung anbieten können.

- Worauf legt der Kunde besonderen Wert?

Lesen Sie zwischen den Zeilen. Was ist das Kernziel des Kunden, das er mit der Vergabe des Auftragspaketes erreichen möchte?

Schauen wir uns das Ganze mal an einem praktischen Beispiel einer Stellenanzeige an:

Die XY-Gruppe ist weltweit der kompetente Partner der Automobilindustrie. Durch innovative Produktentwicklung, den Einsatz moderner Technologien und das Mitwirken von derzeit  rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht der Name XY für Qualität und Zuverlässigkeit. Mit leistungsfähigen verketteten Anlagen werden komplexe Karosserieteile für die Automobilindustrie gefertigt.

Key-Account-Manager Vertrieb (w/m) Studium: Maschinenbau / Produktionstechnik /

Ihre Aufgaben:

•    selbstständige Akquirierung und Begleitung von Vertragsverhandlungen
•    Erstellung und Bearbeitung von Angeboten
•    Beratung und Betreuung verschiedener Bestandskunden sowie Neukundenakquise
•    Bearbeitung von Kundenanfragen und -aufträgen
•    Vorstellung von Konzepten als Entwicklungspartner beim Kunden
•    Pflege von Kundenkontakten
•    eigenständiger Aufbau eines neuen Portfolios

Wie gehen Sie Ihrer Management Summary vor?

Sehr geehrter Herr B, sehr geehrte Frau A,

XY-Firma ist ein kompetenter Partner der Automobilindustrie und fertigt komplexe Karosserieteile.
Dipl. Ingenieur Müller hat 8 Berufsjahre für einen Zulieferer der Automobilindustrie Elemente aus Metall konstruiert.

XY-Firma sucht einen Key-Account-Manager Vertrieb mit Studium Maschinenbau.
Dipl. Ingenieur Müller hat für ABVC GmbH 5 Jahre als Key-Account-Manager gearbeitet. Er hat sein Studium Maschinenbau an der Universität Kaiserslautern mit der Note 2,2 abgeschlossen.

XY-Firma möchte einen Manager, der Kunden selbstständig akquiriert und Vertragsverhandlungen führt.
Dipl. Ingenieur Müller hat für die ABVC GmbH in 5 Berufsjahren den Kundenstamm um
40 % erweitert und für das Unternehmen günstige Vertragskonditionen ausgehandelt.

XY-Firma möchte die Erstellung und Bearbeitung von Angeboten als Aufgabe vergeben.
Dipl. Ingenieur Müller hat als Key Account Manager insgesamt XY Angebote bearbeitet und erstellt.

XY-Firma sucht einen Berater für Beratung und Betreuung verschiedener Bestandskunden.
Dipl. Ingenieur Müller hat kompetent XY Bestandskunden wie z. B. A, B,C,D,E betreut.

XY-Firma möchte Kundenanfragen und -aufträgen bearbeiten lassen.
Aktuell ist Dipl. Ingenieur Müller im technischen Support und der Kundenberatung beschäftigt. Er bearbeitet technische Kundenanfragen und prüft bei Bedarf die Anfragen auf Realisierbarkeit.

XY-Firma möchte Konzepte als Entwicklungspartner beim Kunden vorstellen lassen.
In bestimmten Fällen bietet Dipl. Ingenieur Müller den Kunden Sonderlösungen an.
Er entwickelt technische Produkte weiter. Entwicklungen von Ihm sind z. B. Kegelabdichtungen für Heißluftturbinen...

XY-Firma möchte eine gute Pflege von Kundenkontakten und den Aufbau eines neuen Portfolios gewährleisten.
Seit 4 Jahren ist Dipl. Ingenieur Müller für die Pflege von Kundenkontakten für Kunden aus den Bereichen Automotive, Kernkraftwerke und Anlagenbauindustrie verantwortlich.
Er hat das Kundenportfolio von NNC Enterprise aus kleinen Anfängen heraus neu aufgebaut.

Die Erfahrungen in der Kalkulation von Kosten, Erstellung von Angeboten bis hin zur Betreuung der Kunden im Rahmen von Projektarbeit runden das Profil von Dipl. Ingenieur Müller ab.

Über einen persönlichen Kontakt zu weiteren Verhandlungen freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Müller
(Dipl. Ing. Maschinenbau)

Mal anders bewerben - ein Versuch ist es wert, besonders wenn Sie als älterer Bewerber keine Chance erhalten sich persönlich vorzustellen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Bewerbung 50plus: Vorteile älterer Mitarbeiter

Argumente für Mitarbeiter und Experten ab 50 Jahren!

Ganz jung ist Deutschland schon jetzt nicht mehr. Der demografische Wandel ist ein Fakt. Eine Flut älterer Mitarbeiter, Konsumenten rollt auf Wirtschaft und Gesellschaft zu.

Wer heute 65 Jahre ist, der hat im Schnitt noch 22 Jahre vor sich. Den größeren Teil der Zeit übrigens bei guter Gesundheit.

Ältere Arbeitnehmer, die Wissen und Erfahrung angesammelt haben, sind ein unschätzbarer Schatz für die Unternehmen. Aber wie kann sich ein Unternehmen das Wissen der Älteren sichern und an die Jüngeren weitergeben? Nach Jahren der Frühverrentung fangen einige Firmen an, sich wieder auf die Kompetenz ihrer älteren Beschäftigten zu besinnen. Sie organisieren den Wissenstransfer in Tandems zwischen Jung und Alt.

Schlaglichter aus dem Internet:
"Ältere sind Könner. Sie beherrschen ihr Handwerk, kennen die Abläufe; jeden Griff haben sie tausendmal geübt.“

„Sie gehen frisch an die Arbeit, suchen Herausforderung, sind neugierig und hungrig auf Erfolg.“

"IT-Abteilungen haben erkannt, dass sie die Erfahrungen der Älteren nicht verfallen lassen sollte."

"Heute sind oft die älteren Mitarbeiter loyaler als jüngere"

"Ältere Arbeitnehmer haben eine höhere Arbeitsmoral und mehr Bewusstsein für Qualität."

"Die Vorurteile gegenüber Älteren sind weniger in den Fachbereichen zu finden, dafür aber häufiger bei den Personalverantwortlichen."

"Ältere sind auch von Kundenseite gefragt."

"Wenn ein IT-Berater von Montag bis Freitag beim Kunden ist, dann muss er selbstständig agieren. Das kann er nur mit einem großen Erfahrungswissen und einem souveränen Standing. Das bringen die Älteren mit und das wird von Kunden sehr gut aufgenommen."

"Das Spezialistenwissen kommt beim Kunden gut an. Gerade im Beratungsumfeld wird gerne auf Erfahrung gesetzt."

"Meine Mitarbeiter übernehmen viel Verantwortung. Das können vor allem diejenigen mit langjähriger Berufserfahrung sehr gut."

"Es war uns wichtig, Mitarbeiter zu finden, die Erfahrung im Umgang mit Menschen haben und damit eine hohe soziale Kompetenz mitbringen. Das findet man in der Generation 50plus besonders häufig."

"Mitarbeiter ab 50 Jahren verfügen über Erfahrung, langjährig gepflegte Netzwerke, Disziplin und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen - Eigenschaften, die den jüngeren Arbeitnehmern zumeist noch fehlen."


Auch die Forschung spricht für den Einsatz von älteren Beschäftigten:

Eine Studie aus der Schweiz ergab folgendes: Die befragten Personalfachleute gaben an, dass sie bei Bewerbern 50plus vor allem die Lebenserfahrung, die erworbenen Branchen-, Fach- und Spezialkenntnisse sowie eine stete und gezielte Weiterbildung schätzen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat eine Untersuchung über Ältere Beschäftigte durchgeführt. Ergebnis: Zu den herausragenden Eigenschaften gehörten hohe soziale Kompetenz, Souveränität, Loyalität, Disziplin, Zuverlässigkeit und Diskretion. Ältere sind danach weniger stressanfällig, verfügen über eine fundierte Erfahrung und zeichneten sich durch eine weit reichende Krisenbeständigkeit aus.

Das Fraunhofer für Arbeitswirtschaft und Organisation-Institut (IAO) stellt klar, dass Kreativität, Einstellung, Engagement, Lernbereitschaft und -fähigkeit keine Altersgrenze kennen - und auch Leistungsvermögen nicht wirklich.

Altersgemischte Teams sind besser: 

Eine Studie durchgeführt in 111 Finanzämtern kam zu dem Ergebnis, dass Gruppen, die sich aus alten und jungen Beamten zusammensetzten, waren im Durchschnitt schneller bei der Bearbeitung von komplizierten Steuererklärungen waren, als wenn nur Alte oder nur Junge an den Papieren arbeiteten.

Trotz dieser positiven Ansätze von Unternehmensseite und Forschung steht die aktuelle Personalpolitik immer noch im Widerspruch zu den Herausforderungen des demographischen Wandels. Die Personalauswahl zielt eher auf die Ausgrenzung der älteren Mitarbeiter ab statt auf ihre Integration. Unternehmen sollten jetzt umdenken bevor es zu spät ist! 



Montag, 7. Dezember 2015

Bewerbung 50plus: Jobidee Interim-Manager

Jobs für ältere Experten auf Zeit
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Durch den vermehrt auftretenden Mangel an qualifizierten Fachkräften, werden verstärkt Manager für Übergangszeiten als Puffer eingesetzt, bis für die Stellen geeignete Kräfte gefunden sind.  

Diese Manager nennt man Interim-Manager.

Sie werden in Firmen eingesetzt, wenn die eigenen Ressourcen der Firma nicht ausreichen oder zusätzliches Know-how schnell benötigt wird.


Ältere Interim-Manager als Berater sind gefragt!

Die Interim Manager haben in ihrem bisherigen Berufsleben bereits unternehmerische Herausforderungen bewältigt und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Häufig werden ältere Manager als Interim-Manager beschäftigt, die bereits in unterschiedlichen Firmen als Führungskraft erfolgreich gearbeitet haben. Aktuell sind rund 80 Prozent der Interim-Manager im Alter von 45 bis 60 Jahren.

Zurzeit werden Interim-Manager verstärkt für spezielle Projekte, bei Aufgaben zur Restrukturierung oder bei der Expansion in neue Märkte eingesetzt. Auch für Sondersituationen, für die ein Unternehmen Personal nicht auf Dauer vorhalten muss, werden Interim-Manager gebucht. Dazu gehören beispielsweise Basel II, CMMI oder Einführung von ERP-Systemen.

Die Vorteile für Unternehmen beim Einsatz von Interim-Managern sind:

- zeitliche Flexibilität: Tätigkeit zu der Zeit, bis das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist.
- Kompetenzgewinn: Genau die Fach- & Branchenkenntnis, die das Unternehmen benötigt.
- Kostensicherheit: Fest kalkulierbare Aufwendungen - Vergütung auf Tagessatzbasis.

Anforderungen an die Manager:

Auf die Hands-on-Mentalität kommt es an: Interim-Manager sind Experten auf Zeit. Sie müssen zuhören, zuschauen, adaptieren und dann in Führung gehen und schnell Ergebnisse abliefern. Denn: Ein Interim-Manager Mitarbeiter muss mitreißen oder entlassen können, verfahrene Projekte gegen massiven Widerstand zu Ende bringen oder Blockaden im Kreis der Gesellschafter auflösen können!

Es werden immer mehr Manager auf Zeit für Geschäftsbereiche wie:
  • Engineering & Manufacturing
  • Finance & Accounting
  • Healthcare & Life Sciences
  • Human Resources
  • Information Technology
  • Procurement & Supply Chain
  • Property & Construction
  • Sales & Marketing

gesucht.

Das Einkommen:
Im  Schnitt verdient ein Interim-Manager 1150 Euro am  Tag. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 140 Beratertagen pro anno entspricht das dem Einkommen eines fest angestellten Managers im Mittelstand. Allerdings mit weniger Sicherheit: In der Regel arbeiten die Interim-Manager selbständig.

Mehr Informationen finden Sie bei der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management - DDIM: https://www.ddim.de/

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Bewerbung 50plus: Kampf gegen Vorurteile

Richtig bewerben mit 50 Jahren 
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Die aktuelle Situation: Die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer erreicht in Deutschland zurzeit knapp 50 %. Die schlechten Zahlen sind auch eine Folge der in Deutschland lange Zeit praktizierten Frühverrentungspolitik.

Die momentanen Beschäftigungszahlen sind in Anbetracht der noch weit niedrigeren Quoten der vergangenen Jahre ein großer Fortschritt. Die Nachfrage an älteren Fachkräften nimmt zwar zu, aber es ist bei den Arbeitgebern noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ältere Bewerber haben vor allem gegen drei große Vorurteile zu kämpfen:

1. Ältere seien häufiger krank als Jüngere.
2. Ältere seien weniger motiviert als jüngere Kollegen.
3. Die Qualifikationen von über 50-jährigen seien veraltet.

Eine Studie der Universität Hongkong hat herausgefunden, dass ältere Arbeitnehmer motiviert, veränderungsbereit, gesund und berufsorientiert sind.

Für die Studie wurden 418 Einzelstudien mit insgesamt rund 210.000 Teilnehmern ausgewertet. Demnach zeigt sich, dass die Befragten mit zunehmendem Alter sogar noch motivierter arbeiteten.  Auch in den Bereichen Veränderung, Vertrauen und Gesundheit wurde nachgewiesen, dass Ältere ebenso veränderungswillig sind wie Jüngere und eine gute Beziehung zu ihren Mitarbeitern und Chefs haben. (Quelle: http://demographie-netzwerk.de/start/aktuelles/detail/artikel/vorurteile-ueber-aeltere-arbeitnehmer-entkraeftet.html)

Auswahl älterer Arbeitnehmer:

Die Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern haben einen psychologischen Effekt im Personalauswahlverfahren. Ältere Fachkräfte haben es im Bewerbungsprozess deutlich schwerer als jüngere Kandidaten.

Natürlich gibt es das AGG - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, das auch als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet wird. Es soll ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern oder beseitigen.

Erfolgreich bewerben mit 50plus - wie geht das?

Der Schlüssel zum neuen Job für die über 50-jährigen besteht in einer gut durchdachten, konsequenten Bewerbungsstrategie, die auf die spezifischen Stärken ausgerichtet ist. Vorurteile müssen entkräftet und durch die hohe Erfahrungskompetenz ausgeglichen werden.

Je nach Qualifikation und Hierarchiestufe kann es aber auch von Vorteil sein, wenn ein 50plus-Kandidat seinem künftigen Arbeitgeber eine gewisse Flexibilität im Hinblick auf seine Gehaltsvorstellungen und seine künftige Tätigkeit signalisiert.

Argumente für Kandidaten mit 50plus:

Ältere Arbeitnehmer eignen sich gut für Beratertätigkeiten, die mit dem alten Job zu tun haben. Denn dort kommen ihre Erfahrungen und Fähigkeiten am Besten zur Geltung.

Also, ein älterer Kunde oder Geschäftspartner fühlt sich von einem älteren Berater besser verstanden als von jemandem, der jünger ist als er.

Experten mit 50plus werden in Unternehmen am ehesten gezielt bei Projekten an wechselnden Standorten oder im Ausland eingesetzt. Dafür sind sie in der Regel besonders qualifiziert, weil sie sowohl über umfangreiches betriebliches Wissen und Lebenserfahrung verfügen als auch über die Fähigkeit, selbstständig auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.

Ältere Mitarbeiter können Arbeitsabläufe oft schneller erledigen, weil sie durch ihren enormen Wissens- und Erfahrungsvorsprung neue Informationen in das Vorhandene integrieren. So kommen sie zu Entscheidungen, die eine höhere Validität und eine bessere Berechenbarkeit haben.

Man bedenke: 40 Prozent der Bevölkerung sind über 49 Jahre alt. Der Diversity-Ansatz besagt, dass Teams dann besonders erfolgreich sind, wenn sie aus verschiedenen Kulturen, Persönlichkeiten und Altersgruppen zusammengesetzt sind.



Mittwoch, 2. Dezember 2015

Karriere: 3 Schritte zum Erfolg

Wie Sie mit einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung erfolgreich werden.
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Erfolg fällt nicht vom Himmel. Er ist das Ergebnis bewusster Planung und Handlung. Wenn in Ihrem Kopf nicht das richtige Bewusstsein vorhanden ist, werden Sie den Weg zum Erfolg nicht einmal erkennen, geschweige denn ihn gehen können.

Denn: Die Erwartungen eines Menschen beeinflussen sein Verhalten. Der Optimist, der mit dem guten Ausgang einer Sache rechnet, behält ebenso oft Recht, wie der Pessimist, der mit dem schlechten Ausgang einer Sache rechnet. Menschen haben nicht gern Unrecht: Haben sie sich erst einmal festgelegt und in diesem Sinn ein Urteil gefällt, dann muss diese Prognose auch eintreten.

Welchem Weg wollen Sie folgen - dem des Optimisten oder dem des Pessimisten?

Untersuchungen von Robert Rosenthal, an der Harvard University/USA lehrender Professor für Sozialpsychologie, beschreiben, wie Schüler den Erwartungen ihrer Lehrer entsprechen, seien sie positiv oder negativ.

Verursacher ist die Tatsache, dass Menschen nicht gerne Unrecht haben. Es passt uns nicht, wenn wir Entwicklungen falsch prognostizieren. Deshalb wird unsere Wahrnehmung  so gelenkt, dass wir verstärkt das wahrnehmen, was in das prognostizierte Weltbild passt.

Er formulierte die Hypothese, die als 'Pygmalion -Effekt' bekannt wurde. Der Unterschied zwischen einer Dame der Gesellschaft und einem Blumenmädchen besteht darin, wie man sich ihr gegenüber benimmt. Das bedeutet, sobald man Pygmalion als Dame der Gesellschaft wahrnimmt, wird man sie so behandeln.

Wie können Sie dieses Phänomen positiv für sich nutzen?

Das positive Urteil ist beispielsweise bei dem Phänomen der Placebos bekannt. Geht der Patient von der Wirksamkeit des Mittels aus, dann tritt das prognostizierte Ergebnis tatsächlich ein. Es ist Ihre Entscheidung, mit welcher Einstellung Sie an eine Aufgabe herangehen. Wichtig: Optimisten, die mit dem guten Ausgang einer Sache rechnen, sind sehr motiviert, das zu erreichen, was sie als erreichbar ansehen.

Dazu sind 3 Schritte notwendig:

1. Sie schaffen sich ein inneres Bild, das mit Worten beschreibt, was die störenden Faktoren sind und entwickeln ein Gespür für die Ursache des Problems.
2. Formulieren Sie einen ideal gedachten Zustand! Was kann im positivsten Fall alles erreicht werden?
3. Nutzen Sie Ihren Restlicht-Verstärker, der Sie auch positive Seiten wahrnehmen lässt und nicht immer nur auf Negatives gerichtet ist.

Montag, 30. November 2015

Vorstellungsgespräch: 9 Fragen für alle Bewerber

Das strukturierte Interview beim Einstellungsgespräch 


Das strukturierte Interview ist ein praktisches Arbeitsmittel, hilfreich bei der systematischen Personalauswahl für Ihre Führungs- und Expertenpositionen und ermöglicht eine weitgehend objektivierbare Bewertung Ihrer Auswahlgespräche. 

Die abschließende Bewertung gewährleistet Vergleichbarkeit mehrerer Bewerber nicht nur anhand eines Gesamturteils, sondern auch anhand von Einzelbewertungen. Das Verfahren lässt auch den Vergleich unterschiedlicher Beobachtungen der beteiligten Interviewer zu und ermöglicht – auch über einen längeren Zeitraum – eine Gesamtbewertung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sichtweisen", formuliert eine Broschüre der Bundesagentur für Arbeit.

Ein strukturiertes Interview, wird meist mit mehreren Vertretern des Unternehmens aus Fach- und Personalabteilung und Ihnen als Bewerber geführt. Strukturiert bedeutet, dass ein festgelegter Fragenkatalog systematisch abgearbeitet wird. Wichtig: Alle Bewerber erhalten dieselben Fragen.

Die Kernfragen sind immer: Warum haben Sie sich bei uns beworben?
Welche Erfahrungen bringen Sie für die Stelle mit?

Die Interviewer verwenden einen ausgearbeiteten Fragebogen und tragen ihre Notizen in ein Bewertungsformular ein. Diese Interviewtechnik wirkt manchmal etwas steif und starr.

Personaler gehen davon aus, dass Sie mit diesem Verfahren die Antworten der Bewerber objektiver einordnen und gewichten können. Die Antworten und das Verhalten der Bewerber werden während des Interviews mit Punkten auf einer Skala bewertet und nach Abschluss des Gespräches ausgewertet.

Durch strukturierte Interviews sollen Selbstdarstellungseffekte eingedämmt und Fehlurteile vermieden werden. Wenn Interviewer auf Beurteilungsskalen die Antwort des Bewerbers einschätzen, soll sich deutlich die Vorhersagekraft des Gesprächs, was künftige Arbeitsleistung angeht, verbessern. Einen wirklichen Beweis dafür hat noch niemand erbracht.

Gefahren: Recruiter vergeben die Chance, wertvolle Besonderheiten der Bewerber, die nicht den Fragenkatalog betreffen, herauszufinden. Viele junge Absolventen bereiten sich gewissenhaft auf Fragen im Vorstellungsgespräch vor. Sie üben mit Hilfe von Antworten aus Bewerbungsratgeber, sehr strukturiert die Beantwortung der Interviewfragen ein. Unerfahrene Personaler könnten diese vermeintlich sicheren Kandidaten, - die mit den richtigen Antworten -, auswählen.

Für Recruiter ist das ein Problem. Denn viele Antworten, mit denen sich Bewerber im Jobinterview präsentieren, stammen aus Beratungsratgebern. Sie sind nicht authentisch. Eine geeignte Einschätzung des Kandidaten ist nicht möglich. Es kommt bei diesen Bewerbern immer ein sehr ähnliches Ergebnis heraus. Der Nutzen des strukturierten Interviews verpufft damit.

Das strukturierte Interview aus Sicht eines Älteren Bewerbers:

"Bei vielen jungen Personalern habe ich erlebt, dass beim Vorstellungsgespräch ausschließlich "Standardfragen" gestellt wurden, die man in jedem Bewerbungsratgeber finden kann. Das ging sogar so weit, dass strikt nach einer Liste vorgegangen wurde und wirkliche jedem Bewerber die gleichen Fragen gestellt wurden. Das wurde vom Personaler zu Beginn des Gesprächs als "besonders fair" verkauft. Insbesondere im öffentlichen Dienst habe ich das erlebt. Ein normales Gespräch auf Augenhöhe kann so niemals stattfinden, kommentiert lezteul einen Artikel in der Zeit."
(http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2015-10/arbeitsmarkt-aeltere-bewerber-einstellung-junge-personaler?page=3#comments)

Fazit: Jetzt müssen Sie selbst entscheiden, inwieweit Sie sich auf strukturierte Interviews vorbereiten oder sie als Recruiter anwenden.


Donnerstag, 26. November 2015

Stellenangebote: Analyse Stellenanzeigen

Stellenanzeigen richtig lesen, Anzeigen auswerten, Stelle auswähle

Diese Fragen sollten nach dem Lesen der Anzeigen beantworten können:
  • Welche Aufgabeninhalte hat die Stelle?
  • Werden besondere Zusatzqualifikationen und Sprachkenntnisse erwartet?
  • Werden bestimmte Fach- oder Spezialkenntnisse besonders hervorgehoben?
  • Welche Erwartungen an den Bewerber werden vermittelt?
  • Welche der Aufgaben haben Sie schon ausgeübt?
  • Ziehen Sie dazu Ihr erstelltes Berufsprofil zu rate.

Wie analysieren Sie die Stellenanzeigen richtig?

Üben Sie dazu an den nachfolgenden 3 Beispielen:


Stellenangebot 1: Mitarbeiter/In Verkaufsinnendienst

Aufgaben:

Aktive Steuerung und Unterstützung des Verkaufsaußendienstes durch direkte Kontaktaufnahme mit dem Kunden
Laufende Angebotsabstimmung mit dem Außendienst
Koordination der Angebotsnachverfolgung
Sicherstellen der internen Kommunikation und Sicherung des zielorientierten Informationsflusses
Enge Abstimmung und Kommunikation mit der Disposition
Unterstützung bei Marketingaktionen
Durchführung von Verkaufsanalysen

Voraussetzungen:

Abgeschlossene kaufmännische oder technische Ausbildung (HAK) oder entsprechende Berufserfahrung
Gute MS Office Kenntnisse (speziell Excel)
Teamfähigkeit, Organisationsgeschick sowie eine selbständige und engagierte Arbeitsweise
Kundenorientiertes Auftreten 

...................................................................................................................................

Stellenangebot 2: Sachbearbeiter/in Vertrieb Innendienst

für unser Service-Center

Ihre Aufgaben

Unterstützung der Sachbearbeitung in der Erfassung
Unterstützung in der Telefonakquise, Begrüßung von Neumitgliedern
Unterstützung des Außendienstes im Hinblick auf die Aufbereitung von Unterlagen, sowie im Hinblick auf die Organisation und Durchführung von Marketingaktivitäten
Versand von Unterlagen an Interessenten und telefonische Kontaktierung von Interessenten
Klärung von fehlenden Lichtbildern mit dem Versicherten und/oder des Kooperationspartners
Einholung, Bearbeitung und Qualitätssicherung von Lichtbildern der Versicherten

Ihr Profil

Ausbildung zum/zur Sozialversicherungsfachangestellte/r oder kaufmännische Ausbildung
Vorkenntnisse im Melde- und/oder Beitragsrecht sind von Vorteil
Sicheres und überzeugendes Auftreten, ausgeprägte Kundenorientierung
sehr gute kommunikative Fähigkeiten sowie soziale Kompetenz

...................................................................................................................................

Stellenangebot 3: Sachbearbeiter (m/w) im Service Center Zentralvertrieb Leasing

Ihre Aufgaben

    Betreuung des Leasingvertragsbestandes Zentralvertrieb
    Abwicklung und Verwaltung von Leasinggeschäften
    Erstellung von Leasingkalkulationen (im Rahmen von Vertragsänderungen)
    Vornahme von Vertragsänderungen
    Abwicklung von Vertragsübernahmen
    Durchführung von Vertragsendabrechnungen
    Organisation der Rückgabe der Fahrzeuge
    Abwicklung von Versicherungsschäden
    Vorbereitung der Verkaufsunterlagen der Leasingrückläufer
    Beantwortung von Kundenanfragen
    Telefonischer Kundenkontakt zum Abschluss von Vertragsverlängerungen
    Anschlussverträgen oder Verkäufen
    Bearbeitung von Kundenbeschwerden

Ihr Profil

Eine gute Basis für Ihren Einstieg sind eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, vorzugsweise im Bank- oder Automobilbereich, sowie Erfahrung im Leasinggeschäft.
Sie sind fit am PC und beraten Ihre Kunden gern am Telefon. Dienstleistungsorientiertes Denken und Organisationstalent zeichnen Sie ebenso aus wie Flexibilität und Teamgeist.

...................................................................................................................................

Wichtig: Können Sie zu jeder Aufgabe ein Beispiel aus Ihrem Berufsleben nennen?
Zu welchen können Sie kein Beispiel finden?
Passt Ihr Profil zu dem geforderten Profil?

Nun müssen Sie entscheiden, ob sich eine Bewerbung lohnt. Überwiegt die Zahl der praktischen Beispiele und passt das Profil, dann geht es ans Bewerben mit zielgenauem Anschreiben und optimal auf die Stelle ausgerichtetem Lebenslauf.

Mittwoch, 25. November 2015

Jobsuche: Geeignete Stellenangebote finden

Richtige Suchstrategien, um den passenden Job zu finden.

Jetzt geht es zur Stellensuche bei den Jobbörsen und Stellenangeboten im Internet. 

Doch: Stellengebote und Stellenbörsen gibt es ganz viele. Wie filtern Sie die interessanten Angebote und Stellenmärkte heraus?

Sie müssen sich erst einmal überlegen, welche Begriffe die Unternehmen in der Stellenanzeige für Ihren Beruf benutzen könnten.

Dazu ist eine Recherche im Internet notwendig. Geben Sie zum Beispiel Ihre Berufsbezeichnung: "Mitarbeiter Verkaufsinnendienst" + "Stellenangebote" in einer Suchmaschine ein. Sie erhalten so die ersten Ergebnisse ähnlich wie diese hier:

- Mitarbeiter Vertrieb Innendienst
- Sachbearbeiter Vertriebsinnendienst
- Sachbearbeitung im Vertriebsinnendienst
- Assistent Vertriebsinnendienst
- Vertriebsmitarbeiter im Innendienst
- Vertrieb / Auftragsbearbeitung Innendienst
- Innendienstmitarbeiter VERKAUF

Danach erstellen Sie aus den Ergebnissen eine Liste in einer Textverarbeitung. Jetzt können Sie in der Suchmaschine den  jeweiligen Begriff "Sachbearbeiter Vertriebsinnendienst" + "Stellenangebot" + "Ort" (Hamburg, Köln, Dortmund...) eingeben.

Im nächsten Schritt sollten Sie systematisch die Ergebnisse durchforsten. Sie öffnen das Stellenangebot lesen es genau. Wenn Ihr erstelltes Profil passt, kopieren Sie den Link im Browserkopf in eine Liste in einer Textverarbeitung. Wenn Sie 5-10 Angebote in der Liste haben, rufen Sie diese Stellenanzeigen nochmals auf und analysieren Sie diese genauer.


Dienstag, 24. November 2015

Bewerben: Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Welche Arbeitsstelle passt zur Berufserfahrung?

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Im Begriff „Bewerbung“ steckt das Wort „Werbung“, das bedeutet sich sehr gut zu vermarkten.

Doch wie geht das?

Wer sich heute erfolgreich bewerben möchte, sollte sich als moderner Dienstleister verstehen. Sie bieten Ihre Kompetenz an, um dem potentiellen Arbeitgeber bei Lösungen von Aufgaben zu helfen.


Wie machen Sie das?

Sie müssen dem Arbeitgeber erklären, warum Sie für die angestrebte Stelle qualifiziert sind. Sie sollten dem Personaler die Sicherheit geben, dass Sie für die Aufgabe genau der am Besten qualifizierte Kandidat sind. Aber: Sicherheit benötigt Vertrauen!

Wie schaffen Sie beim Arbeitgeber Vertrauen? 

Vertrauen ist ein erlerntes Verhalten. Die Basis dafür sind gemachte Erfahrungen. Wer vertraut, geht davon aus, dass sich eine Sache so entwickelt, wie er es gewohnt ist. Das bedeutet, wenn jemand belegen kann, dass er eine Aufgabe mehrfach und erfolgreich ausgeübt hat, geht man davon aus, dass er sie auch in Zukunft richtig erledigen wird.

Also: Zuerst ziehen Sie eine Bilanz Ihres beruflichen Werdegangs.

Listen Sie auf, welche Arbeitsfelder und Tätigkeiten Sie bei welchem Arbeitsgeber ausgeübt haben. Bringen Sie auch im Anschreiben ganz praktische Beispiele. Die beruflichen Erfahrungen sind durch Ausbildung, Studium, Praktika, ausgeübte Berufstätigkeit, Stellvertreteraufgaben und Führungsverantwortung im Lebenslauf belegbar. Nennenswerte ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, Verbänden, Parteien und sonstigen Organisationen ergänzend Ihre Qualifikationen.

Ziehen Sie eine berufliche Bilanz:

1.  In welcher Firma haben Sie gearbeitet?
-
-
2.  Wie war Ihre Berufsbezeichnung?
-
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3.  In welchem Unternehmensbereichen / Abteilungen waren Sie eingesetzt?
-
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-
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4.  Was waren Ihre täglichen Aufgaben?
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-
-
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-
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6.  Welche besonderen Aufgaben hatten Sie?
-   Bitte konkrete Beispiele nennen!
-
-


7. Welche Vertretungen haben Sie übernommen?

-
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-

8.  Welche Erfolge: hatten Sie zu verzeichnen?

-
-
-

9. Wie war Ihre Stellung im Team/ im Unternehmen?

– Mitarbeiter - Gruppenleiter...?

10. Was sind Ihre persönlichen Stärken?

z. B. -> engagiert, innovativ, zuverlässig, ausdauernd, leistungsorientiert

11. Wo hat sich Ihre Kommunikationsfähigkeit gezeigt?
-   Bitte konkrete Beispiele nennen!
-  
-

12. Wo haben Sie Durchsetzungsfähigkeit und Verhandlungsgeschick gezeigt?

-   Bitte konkrete Beispiele nennen!
-
-

13. Woran kann man erkennen, dass Sie sorgfältig arbeiten und belastbar sind?

-   Bitte konkrete Beispiele nennen!
-
-

14. Welche für die neue Stelle wichtigen Fortbildungen haben Sie besucht? 

-  
-
-

Nun sind Sie gerüstet, das perfekte Anschreiben aus Ihrem Berufsprofil zu erstellen.

Montag, 23. November 2015

8 Tipps für die erfolgreiche Bewerbung

Welche Faktoren sind im Bewerbungsprozess zu beachten?

Es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass man sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsieht. Wichtig: Wer beim Bewerben erfolgreich sein will, muss seine Fertigkeiten und Kenntnisse überzeugend darstellen.

Dazu muss er sie kennen und klar formulieren. Doch sollte er auch mit seinen Vorstellungen zum Unternehmen passen.

Was für eine Firma passt zu Ihnen?

Finden Sie dafür heraus, was Ihnen am Arbeitsplatz wichtig ist: Wollen Sie in einem großen, bekannten Unternehmen arbeiten oder sind Sie in kleinen Firmen oder Startups besser aufgehoben? Stehen Sie hinter den Dienstleistungen und Produkten, die das Unternehmen anbietet?

Welche Form der Bewerbung ist angemessen?

Auch die Form der Bewerbung muss auf die Branche und das Unternehmen zugeschnitten werden. Sie sollten sich verdeutlichen, in welcher Branche bzw. um welchen Job Sie sich bewerben wollen und gezielt Ihre Bewerbung anpassen. Außerdem sollten Sie das Anforderungsprofil der Stellenanzeige genau lesen und dann entscheiden, ob die notwendige Erfahrung für die Position vorhanden ist. Dazu sind folgende Fragen zu beantworten.

Folgende Faktoren sind vor einer erfolgreichen Bewerbung immer abzuklären:

1. Das berufliche Profil:

 Was kann ich?

2. Die persönlichen Stärken - Schwächen

Was für ein Mensch bin ich?

3. Die persönlichen Interessen

Was interessiert mich?

4. Die persönlichen und familiären Rahmenbedingungen

Was benötige ich an Arbeitsbedingungen und Geld?

5. Die räumliche Flexibilität

Was bin ich bereit an Fahrzeit – bis zum Umzug in Kauf zu nehmen?

6. Die beruflichen Alternativen

Was könnte ich noch tun?

7. Die individuellen Vermarktungsstrategien

Wie stelle ich mich positiv dar?

8. Welche persönlichen Bewerbungshindernisse muss ich überwinden?

Was muss ich noch lernen?

Donnerstag, 19. November 2015

Bewerbung: 55+ alte Träume neu leben

Fachkräftemangel und Arbeit für 50-60-jährige Menschen in Deutschland
 
"Nach etwa 200 Bewerbungen habe ich aufgehört zu zählen. So oft habe ich in den vergangenen drei Jahren meinen Lebenslauf und meine Zeugnisse zusammengestellt und sie verschickt.  


Auf offene Stellen, initiativ, Jobmessen, an Bekannte, die sie an ihre Arbeitgeber weitergeleitet haben. Zum Gespräch eingeladen wurde ich trotzdem nie – und der Grund prangt prominent  und unübersehbar auf meinen Unterlagen: Ich bin 62 Jahre alt. Und die Realität ist: Obwohl ich – studierter Ingenieur bin, gibt es in Deutschland faktisch keinen Arbeitsmarkt für Ältere wie mich, wie ich auch aus einschlägigen Statistiken erkennen musste." (Quelle: https://www.xing.com/news/klartext/es-gibt-keinen-arbeitsmarkt-fur-altere-wie-mich-249)

Unter welchen Bedingungen haben qualifizierte über 50-jährige eine Chance auf eine Arbeit?

Es müssen Antworten auf diese Fragen gefunden werden:
  • In welchem Umfeld?
  • In welchem Umfang?
  • Mit welchem finanziellen Rahmen?
  • Zu welchen vertraglichen Bedingungen?
Klar sollte sein:

Ein Umdenken ist für eine Neuorientierung nötig. Wichtig: Ausgetreten Pfade sind zu verlassen. Ein gewisses Maß an Unsicherheit und Risiko ist einzukalkulieren. Begeisterung und ein gutes Durchhaltevermögen ist notwendig. Unterstützer für die Neuorientierung werden benötigt.

Es soll alles so bleiben, wie es ist:

Es liegt an der Art eines Menschen, der lange in bestimmten Bahnen gelaufen ist, der Normen und Vorstellungen lebte, dass ihm gravierende Veränderungen schwer fallen. Ein Umdenken wird wichtig. Nicht mehr des Gleichen, sondern etwas wirklich Neues wird notwendig. Der Bewerber mit 55+ sollte sich selbst verändern und sich den aktuellen Rahmenbedingungen anpassen können. Seine Kenntnisse sind vorhanden, Honorare und Verträge sind verhandelbar.

Potentiale erkennen, deutlich machen und nutzen:

Eine Fachkraft mit 55+ Jahren hat ein enormes Potential an Lebenserfahrung, an fachlichem Wissen und Fähigkeiten. Diese Arbeitnehmer haben in der Regel andere Werte. Ihre Werte gilt es zu erkennen, um diese Potentiale für Unternehmen nutzbar machen zu können.

Das Potential muss aber auch für einen neuen Arbeitgeber sichtbar sein:

Was ist der Mehrwert der Älteren?

Das kann sein: Spezielle fachliche Erfahrungen, mehr Ruhe, mehr Gelassenheit, große Routine, hohe Arbeitsdisziplin, es muss keine KARRIERE mehr gemacht werden, hohe Sachorientierung, der Ältere benötigt in der Regel keinen unbefristeten Job mehr, kann projektbezogen arbeiten, hat Branchenkontakte...

Auch müssen die Vorurteile der Personaler berücksichtigt werden: 

Der oder die lässt sich nichts mehr sagen!
Der oder die ist zu teuer?
Der oder die wird schneller krank?
Der oder die werde ich nicht mehr los?
Der oder die ist alt. Wer alt ist, ist nicht mehr lernfähig!
Der oder die weiss alles besser!
Warum ist der eigentlich arbeitssuchend?
Bei den exzellenten Noten müsste der eigentlich längst mein Chef sein, da kann ja was nicht stimmen!!!

Wie kann man diese Vorurteile ausräumen? 

Man muss sich, über für das Unternehmen riskoarme Formen der Anstellung, Entlohnung und Beschäftigung, Gedanken machen.

Berufliche Neuorientierung:

Was häufig fehlt, ist die Kenntnis über versteckte, nicht genutzte Potentiale, die es zu suchen, zu finden, zu entwickeln und zu verwirklichen, gilt. Auch ist es notwendig, mit den vorhandenen Möglichkeiten zu spielen, sie neu und anders zu kombinieren. Und zu allem brauchen Sie Mut und Geduld!

Alternativen erkennen und in Betracht ziehen:

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:

Neulich war ein ehemaliger Risk-Manager, Alter 60 Jahre aus einer deutschen Großbank bei mir im Coaching. Er wollte sich wieder als Interims-Manager bei Banken bewerben, da er unfreiwillig vorzeitig in "Ruhestand" versetzt wurde, aber sagte, "ich kann doch nicht die ganze Zeit nur Urlaub machen, das ist mir zu langweilig und zu teuer."

Coach: „Was haben Sie denn bis jetzt gemacht?“

Risk-Manager: "Ich habe mir eine Segeljacht gekauft und ich bin 6 Monate auf dem Meer herumgesegelt, Segeln ist meine Leidenschaft. Ich benötige Geld, damit ich mir  meine Segeljacht weiter leisten kann.“

Coach: "Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, Ihren Traum wahr zu machen und mit der Segeljacht Geld zu verdienen, so dass sich die Jacht selbst trägt?"

Risk-Manager: „Darüber habe ich noch nie nachgedacht, ich habe das Segeln immer als "Rentnersegeln" und Urlaub betrachtet!"

Und schon fingen die Augen des 60-jährigen Klienten an zu strahlen, er wurde ganz lebendig. Er begann zu überlegen, wie er das praktisch umsetzen könnte - Vermietungs-, Kurskonzept zur Auslastung des Segelbootes, Finanzplanung, Sparkonzept, Zielgruppe von potentiellen Kunden...

Auf jeden Fall kam der ehemalige Risk-Manager ins Nachdenken und bedankte sich sehr für die Denkanstöße. Er wollte sich auf jeden Fall wieder melden und mitteilen, wie es weiter geht. Ich bin mal gespannt, wofür er sich entscheidet – altes Leben oder alter Traum neues Leben?

Die Zeit hat erweiternd zu dem Thema einen passenden Artikel gebracht:

Vom Berufsanfänger aussortiert

Ältere Kandidaten haben oft den Eindruck, im Bewerbungsverfahren vorschnell aussortiert zu werden. Häufig stimmt das. Denn vielen jungen Personalern fehlt die Erfahrung.

Von Sabine Hildebrandt-Woeckel

http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2015-10/arbeitsmarkt-aeltere-bewerber-einstellung-junge-personaler

Besonders interessant ist auch die Diskussion in den Kommentaren:

http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2015-10/arbeitsmarkt-aeltere-bewerber-einstellung-junge-personaler#comments





Montag, 16. November 2015

Bewerbung: Lücken im Lebenslauf füllen

Im Lebenslauf Lücken erklären.
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Die Arbeitswelt wandelt sich ständig. Ein Bruch im Lebenslauf kann schnell entstehen. Jetzt kommt es darauf an, wie Sie sich optimal verkaufen. Ob ihre Tätigkeit nun eine freiberufliche Tätigkeit, eine Teilzeit – oder Vollzeitbeschäftigung war ist eher irrelevant. Bedeutsam ist, Sie haben etwas Sinnvolles gemacht!

Fakt ist: Beschäftigungsverhältnisse, die 25 oder mehr Jahre dauern gibt es nur noch selten. Zugenommen haben befristete Beschäftigungsverhältnisse.

Mehrere kürzere Beschäftigungen von ein, zwei, drei Jahren hintereinander sind heute keine Seltenheit. Da kann es schnell zu einer Lücke im tabellarischen Lebenslauf kommen. Diese Lücken fallen immer auf. Schlimmer noch, sie wecken Neugierde! Denn Personaler sind darin geübt, Ungereimtheiten in einem Lebenslauf zu finden.

Was sind eigentlich Lücken im Lebenslauf?

Lücken sind Zeiten im Berufsleben, die man nicht mit
  • einer Beschäftigung
  • einer Ausbildung
  • einem Studium
  • einer Weiterbildung
  • einem Praktikum
füllen kann.

Wie lassen sich diese Lücken im beruflichen Werdegang geschickt füllen?

Nun ist Ihre Kreativität gefragt. Egal, wie es zu den beruflichen Auszeiten in Ihrem Leben kam. Es kommt nun auf die Art und Weise an, wie diese inhaltlich gefüllt werden.

Längere Phasen der Arbeitslosigkeit, also vier oder mehr Monate ohne feste Beschäftigung zwischen zwei Arbeitsverhältnissen, sollten im Lebenslauf kurz begründet werden.

Die Argumente sind so aufzuführen:
  • Maschinenbauingenieur, Musterfirma, Musterdorf
    (Kündigung wegen Insolvenz der Firma)
  • Sales Manager,  Musterfirma, Musterheim
    (Betriebsbedingte Kündigung wegen Umstrukturierung des Unternehmens)
  • Leiter Qualitätsmanagement,  Muster GmbH, Musterort
    (Betriebsbedingte Kündigung wegen Schließung der Niederlassung)
  • Betriebsbedingte Kündigung wegen Übernahme des Arbeitgebers durch Mitbewerber
  • Beendigung der eigenen Selbstständigkeit
  • Beruflicher Einstieg nach Umschulung
  • Beruflicher Wiedereinstieg nach Auslandsaufenthalt

Mögliche Tätigkeiten zur Lückenfüllung sind:

Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden. Sie haben in ihrem Leben eine Phase durchgemacht, in der Sie einfach keine geeignete Stelle gefunden haben. Nun umschreiben Sie diese Phase mit berufsnahen Tätigkeiten, die Sie ausgeübt haben – das ist nicht moralisch verwerflich.
  • Ehrenamtliche Tätigkeit als....
  • aktive Mitarbeit im Verein für ... als...
  • Vertiefung meiner PC-Kenntnisse, speziell MS Office im Selbststudium
  • Kursus Betriebswirtschaft an der Volkshochschule
  • Aushilfstätigkeit als Bürogehilfin bei...
  • Mitarbeit im Familienbetrieb als ...
  • Erweiterung branchenbezogener Kenntnisse in...

Wichtig: Den Bezug zum Job nicht vergessen. Natürlich konnten Sie im Kochkurs jede Menge lernen, wenn Sie sich als Koch bewerben möchten, jedoch ist der Kurs für einen Ingenieur nicht relevant. Überlegen Sie also, wie Sie Ihre Aktivitäten und gemachten Erfahrungen positiv mit einbringen und im Lebenslauf nennen können.

Viel Erfolg beim Bewerben.








Freitag, 13. November 2015

Kündigung - Gib Gas?


Worauf es nach dem Verlust des Arbeitsplatzes wirklich ankommt

Bei dem einen stehen die Zeichen schon lange auf Sturm - den anderen trifft sie völlig unerwartet: Die Kündigung.

Was darauf folgt ist ein Cocktail, gemischt aus Existenzangst, Schuldgefühlen und Scham. Und die anteilnehmenden Fragen und Ratschläge von Freunden und Verwandten: „Wie schrecklich!“ oder „Wie geht es jetzt weiter?“ Aussagen, denen man tief im Herzen zustimmt. Fragen, auf die es erst einmal keine Antwort gibt. Daneben hagelt es die unterschiedlichsten Ratschläge, was in dieser Situation zu tun ist.

Einigkeit gibt es darin: „Es muss etwas getan werden und zwar schnell!“  Arbeitslosengeld beantragen, Bewerbungsfotos machen, Bewerbungen schreiben, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.  Bald schon stapeln sich Handbücher auf dem Schreibtisch, in denen es heißt: „…umso wichtiger ist es, dass Sie möglichst schnell neuen Mut fassen und den Blick in die Zukunft wagen.“

An Mut soll es nicht mangeln und an Fleiß fehlt es nicht. Stellenanzeigen werden gesichtet.  Passt nicht? Egal, dann werden sie passend gemacht. Schnell sind Bewerbungen geschrieben und - es kommen Absagen. Gab es da nicht noch berufliche Kontakte? Aber auch diese Gespräche bleiben unerklärlicherweise ohne Erfolg. Nach und nach macht sich das Gefühl breit, nicht mehr ein noch aus zu wissen. „Das hat doch alles keinen Sinn!“ Und der Mut? Er ist ganz plötzlich abhandengekommen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl an Bewerbern, denen es gelingt, nach einer Kündigung schnell wieder einen neuen Job zu finden. Das hängt wesentlich von Faktoren wie Branche, Ausbildung, Alter oder Umzugsbereitschaft ab. Es gibt Berufe, bei denen es Fachkräftemangel gibt und wo Personal händeringend gesucht wird. In diesen Fällen ist eine vorangegangene Kündigung zwar nicht schön, aber für die neue Stelle kein schwerwiegendes Hindernis.

Doch wie steht es um die Anderen? Nicht alle Lebensläufe verlaufen wie im Bilderbuch und nicht alle Bewerber sind gutausgebildete Akademiker mit Auslandserfahrung, Auszeichnungen sowie hoher fachlicher und sozialer Kompetenz und hervorragenden Zeugnissen.

Jetzt heißt es: „Fuß vom Gaspedal!“ Wie war es, als Sie den Führerschein gemacht haben. Genau wie in Ihren ersten Fahrstunden geht es jetzt nicht um Schnelligkeit. Es geht darum, sich einen Überblick zu verschaffen und zu üben.

Wie geht es mir? Was kann ich tun, damit es mir besser geht? Was habe meinem neuen Arbeitgeber zu bieten? Wie kann ich mich so präsentieren, damit mein neuer Arbeitgeber meinen Nutzen für sein Unternehmen erkennt?

Es braucht Zeit, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Zeit, die Sie sich nehmen sollten. Zeit, um Ihre neue Situation zu akzeptieren und wieder Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten zu bekommen. Haben Sie schon einmal gehört, dass aus einer Puppe schneller ein Schmetterling wird, wenn man genügend Druck ausübt? Na also, warum sollte das bei Ihnen anders sein?

Denken Sie jetzt darüber nach, das Tempo zu drosseln, um sicher ihr Ziel zu erreichen? Dann lege ich Ihnen jetzt noch ans Herz, sich einen fähigen „Fahrlehrer“ zur Seite zu nehmen. Natürlich können Sie weiterhin mit Vollgas über die Wege heizen, ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei kann es nämlich passieren, dass das Auto zu Schrott gefahren wird, der ein oder andere Zaun zu Schaden kommt oder schlimmstenfalls Sie selbst.

Mehr Erfolg verspricht es, sich einen Bewerbungscoach zur Seite zu nehmen, der Ihnen in diesem Prozess zur Seite steht, damit Sie Ihre Chancen besser erkennen und nutzen können.

Viel Glück und Fuß vom Gas!

Donnerstag, 12. November 2015

Bewerbung: Die Stellensuche - Jobbörsen


Jobsuche – welche Jobbörse ist die richtige?

Das Internet hat die Zeitung als bevorzugtes Medium für Stellenmärkte abgelöst. Der aktuelle Arbeitsmarkt ist von der Globalisierung und von der Schnelligkeit geprägt.

Viele Rahmenbedingungen mit denen Sie konfrontiert sind, ändern sich permanent. Sie als Stellensuchender müssen sich diesem dynamischen Arbeitsmarkt bei der Stellensuche anpassen. Der Markt bietet Ihnen flexible berufliche Möglichkeiten.

Acht von zehn Unternehmen schalten ihre Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 1.600 Online-Stellenbörsen. Da ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.

Jobbörsen haben sich sehr stark auf das Benutzerverhalten ausgerichtet und bieten Services wie Jobs per E-Mail/SMS, RSS Feeds, Videos, Jobinare, Soziale Netzwerke und vieles mehr an.

Was ist Ihr Jobziel?

Wer die Stellensuche plant, muss sein Ziel kennen. Prüfen Sie jedes Angebot bezogen auf Ihre Ziele. Sie vermeiden dadurch unnötige Arbeit und Enttäuschungen bei Ihrer Stellensuche. Überlegen Sie sich, ob Sie sich bei der Stellensuche den Rat eines Bewerbungsberaters einholen möchten.

Suche nach einer geeigneten Position:

Den Erfolg bei der Suche nach einer geeigneten Position bestimmen Sie aktiv mit. Möchten Sie gern länger als nötig nach einem Job suchen? Natürlich nicht. Bewerber suchen immer den schnellsten, effizientesten Weg zu einer neuen Arbeitsstelle.

Welche Jobbbörse ist die richtige?

Die Jobbörsen unterscheiden sich in der Art, wie sie ihre Stellenanzeigen präsentieren, wie man suchen kann oder welche Berufe oder Branchen vertreten sind.

Nachfolgend finden Sie einen kleinen Überblick über Jobbörsen.





Dienstag, 10. November 2015

Outplacement-Beratung: So ist der Ablauf

Bei Kündigung, Entlassung, Freistellung hilft der Outplacement-Berater
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Outplacement ist eine von Unternehmen finanzierte Beratung für ausscheidende Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Outplacement-Beratung wird als professionelle Hilfe zur beruflichen Neuorientierung, Entwicklung einer Bewerbungsstrategie, Unterstützung bei der Stellensuche sowie zum Bewerbung schreiben und zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch angeboten.

Mit Einsatz von Outplacement bekennt sich ein Unternehmen offen zu seiner sozialen Verantwortung. Weiterhin werden Kündigungen mit Hilfe von Outplacement, Konflikte während des Trennungsprozesses verringert, langwierige Rechtsstreitigkeiten vermieden.

Arbeitnehmer profitieren nach der Kündigung von Outplacement:

Der wesentliche Vorteil einer Outplacementberatung ist die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, in relativ kurzer Zeit einen neuen und angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Der Erfolg von Outplacement liegt in der ausgewogenen Mischung aus psychologischer Unterstützung in der ersten Zeit nach der Trennung vom Unternehmen und einer professionellen Karriereberatung sowie praktischer Bewerbungsberatung.

Eine Outplacement-Beratung gliedert sich in fünf Phasen:

1. Die berufliche Standortbestimmung konzentriert sich auf die berufliche und private Situation des Arbeitnehmers und umfasst eine realistische Einschätzung seiner Karriereperspektiven.

2. Die beruflichen Qualifikationen und das Potenzial des Gekündigten stehen im Mittelpunkt der zweiten Phase. Outplacementberater erstellen ein Qualifikationsprofil, ermitteln den Weiterbildungsbedarf.

3. In dieser Phase entwickeln Outplacementberater zusammen mit dem Arbeitssuchenden eine individuelle Bewerbungsstrategie, in deren Rahmen die berufliche Zielsetzung und das Vorgehen bei den Bewerbungen festgelegt werden.

4. Die Bewerbungsphase schließt die Erstellung der Bewerbungsunterlagen, die Durchführung von Bewerbungen, die Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen und die Beurteilung von Stellenangeboten ein.

Dabei unterstützt der Outplacementberater den Jobsuchenden, einen individuellen Lebenslauf zu erstellen sowie eine zielgerichtete schriftliche Bewerbung zu formulieren und bereiten ihn mit einem Training auf die anstehende Vorstellungsgespräche vor. Es werden neue Wege der Stellensuche durch Personalberater, Social Media Auftritte und Initiativbewerbungen aufgezeigt.

5. In der letzten Phase wird der Arbeitnehmer bei der Vereinbarung eines neuen Arbeitsvertrages unterstützt und in der Probezeit begleitet.

Montag, 9. November 2015

Vorbereitung Vorstellungsgespräch: Erfolg statt Scheitern!

An welchen Fragen scheitern Bewerber im Bewerbungsgespräch?

Zur guten Vorbereitung auf  das nächste Vorstellungsgespräch gehört zuerst die Fehleranalyse. 

Der erste Gedanke den man sich nach einer Absage macht, ist doch, welche Fragen im letzten Vorstellungsgespräch haben mir am meisten Probleme bereitet? Welche Antworten sind mir besonders schwer gefallen?

Waren es vielleicht folgende Fragen, die zum Misserfolg führten:

- Warum haben Sie sich bei uns beworben?
- Aus welchem Grund wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?
- Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
- Warum denken Sie, die richtige Besetzung für diese Stelle zu sein?
- Was stört Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?
- Was hat Ihnen in Ihrem vorherigen Job nicht gefallen?
- Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?

Neben den Fragen gibt es aber auch noch Hemmnisse in der Kommunikation und im Auftreten.

Mögliche Probleme im Einstellungsgespräch:

- Konnten Sie sich nicht klar ausdrücken?
- Waren Ihre Aussagen zu allgemein?
- Sind Sie vielleicht in die Rolle des Bittstellers gegangen?
- Welche Ihrer Reaktionen auf Fragen des Arbeitgebers kamen nicht gut an?
- Waren Sie bei der Präsentation Ihrer Karriere zu verschwommen,
   angespannt oder ängstlich?

Aufgepasst:

Sie können im Bewerbungsgespräch am Verhalten des Gesprächspartners merken, zu welchem Zeitpunkt Sie die Aufmerksamkeit des Personalers verloren haben. Der Interviewer wirkt dann gelangweilt und fragt nicht nach oder bohrt an unwichtigen Details stark nach. Sie sollten überlegen, ob es weitere Anzeichen für Ihr Scheitern im Vorstellungsgespräch gab.

Die nachfolgenden Fragen sollten Sie für sich beantworten:

- Was war optimal? An welchen Beobachtungen machen Sie das fest?
- Ab wann  verlief das Gespräch negativ?
- Welche Fragen wurden nicht richtig beantwortet?
- Was trug zum Scheitern bei?
- Was erwartete der Personaler an beruflichen Vorraussetzungen?

Praxistipp: Stellenausschreibung genau lesen.

- Welche Aufgaben sind zu erledigen?
- Bei welchem Arbeitgeber hatten Sie schon damit zu tun?
- Welche Qualifikationen sind zu erbringen?
- Erzählen Sie von Beispielen aus  der Praxis, das macht Ihre Präsentation bunter.

Praxistipp: Eigene Kompetenzen klar erläutern

Werden Sie sich Ihrer Talente bewusst, was unterscheidet Sie von anderen? 
Denn: Ein Vorstellungsgespräch sollte auf gleicher Augenhöhe mit dem Unternehmen erfolgen.
Sie haben in einem Vorstellungsgespräch die Chance sich mit Ihre Berufserfahrung und persönlichen Qualifikationen zu präsentieren.

Praxistipp: Vorbereitung auf häufig gestellte Fragen

Überlegen Sie sich auf diese Fragen angemessene Antworten.

- Schildern Sie Ihren beruflichen Werdegang
- Wie würden Sie sich selber beschreiben?
- Warum bewerben Sie sich für diese Stelle bei uns?
- Was wissen Sie über Unternehmen?
- erwarten Sie von der Stelle?
- Warum sind Sie der richtige Bewerber?
- Wo sehen Sie sich beruflich in 5 Jahren?
- Welche Aufgaben erledigen Sie lieber allein, welche eher im Team?
- Wie gehen Sie mit Auseinandersetzungen unter Kollegen um?
- Was sind Ihre Erfolge?

Praxistipp: eigene Fragen stellen

Das Angebot selbst eine Frage zu stellen, leitet in der Regel die letzte Etappe des Jobinterviews ein. Wenn Sie selbst fragen, bietet sich Ihnen die Möglichkeit in die Offensive zu gehen. Sie können mit Ihren Fragen den Interviewer beeindrucken.


Freitag, 6. November 2015

Vorstellungsgespräch: Sei perfekt?

Das Vorstellungsgespräch vorbereiten
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Neulich habe ich einen sehr interessanten Artikel über das Scheitern und den Umgang damit in Deutschland gelesen.

Der Autor, ein StartUp Gründer meinte, Scheitern kratze an unserer Persönlichkeit, es sei schwer zu den Fehlern zu stehen, vor allem wenn das Scheitern öffentlich werde, - das stimmt.


Erfolg beim ersten Versuch?

Nur wenige Menschen haben gleich beim ersten Mal Erfolg im Vorstellungsgespräch. Viele müssen erst Scheitern, Fehler machen, aus denen sie lernen können. Mancher wird denken, dann lass ich mich im Bewerbungsgespräch emotional nicht mehr darauf ein. Denn: Er scheut das Risiko und möchte sich schützen. Doch auch das ist nicht der richtige Weg!

Erfolgsfaktoren:

Für den Erfolg im Vorstellungsgespräch ist ein gewisses Maß an Kreativität und Risikobereitschaft notwendig. Man muss eingeschlagene Wege verlassen können sowie anfangen neu zu denken und zu handeln.

Doch meistens läuft es anders:

Denn die Niederlage im Bewerbungsgespräch fängt oft schon im Kopf an, mit einem Übermaß an Druck und Perfektionismusstreben.

Ein klassischer Bewerber im Vorstellungsgespräch hat oft den Ehrgeiz alles 120-prozentig richtig zu machen, stets möchte er das Maximum erreichen.

Das Streben nach Perfektion führt häufig zu körperlichen Anspannungen, innerer Unruhe oder Blockaden. Dann kommen die Selbstzweifel über das Versagen hinzu und es werden noch größere Anstrengungen übernommen, um diesen Teufelskreis zu überwinden. Oft ist ein weiteres Scheitern vorprogrammiert. Was tun?

Praxistipp: Lernen Sie, Fehler gehören zum Leben und nur durch die Fehler können Sie wachsen und auf Dauer Ihr Ziel erreichen.