Mittwoch, 16. Dezember 2015

Karriere: Mehr Zufriedenheit im Job

Was uns im Beruf glücklich oder auch unglücklich macht.
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Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber und denken gerade zu Beginn des Jahres über einen Jobwechsel nach.

Mitarbeiter, die sich als zufrieden bezeichnen, sind offener für positive Einflüsse, nehmen leichter Kontakt auf und blicken optimistischer in ihre Zukunft.

Ihr Beruf entscheidet also mit über das Lebensglück. Wissenschaftler erforschen, woran das liegt. Nimmt man diese ernst, ist für die heutigen Industriegesellschaften eines klar: Nicht Arbeiten macht unzufrieden, sondern die Art der Arbeit und das jeweilige Umfeld. Deshalb ist es wichtig, zu erfahren, wie sich der Job im Laufe des Arbeitstages gestaltet. Denn die Arbeit besteht aus ganz unterschiedlichen Momenten, also aus Tätigkeiten, die Spaß machen und solchen, die einfach getan werden müssen.

Doch wodurch entsteht Zufriedenheit?
In der Regel liegt die persönliche Zufriedenheit nicht nur im Beruf selbst, sondern auch darin, welche Wertschätzung Ihnen als Mitarbeiter und Ihren Leistungen vom Chef und den Kollegen entgegengebracht wird und welchen Wert Sie sich selbst bei messen. Das bedeutet: Fühlen Sie sich als geachtetes Mitglied im Team, zu für Sie annehmbaren Bedingungen und Konditionen, oder sehen Sie sich nur als befristeten Wegwerfartikel, der um jeden Cent kämpfen muss und auch sonst immer das schwächste Glied in der Kette ist?

Wichtig: Ihre innere Einstellung zu der Arbeit

Bleiben Sie sich treu, statt zu leben, wie andere es erwarten. Glück und Zufriedenheit erleben Sie in Momenten, in denen sich die Aufmerksamkeit auf etwas für Sie Interessantes im Job richtet. Um diese Augenblicke zu erleben, brauchen Sie nicht nur den richtigen Beruf, oder den geeigneten Arbeitgeber, sondern auch die richtige innere Einstellung.

Warum können manche Mitarbeiter trotz gleicher Belastung frohgemut selbst belastenden Arbeiten durchführen und andere nicht? Was unterscheidet diese von den anderen? Es ist der subjektive Blick auf die Situation und die eigene Position dazu. Auch benötigen Sie die nötige Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Denn: Sie sollten ausgeglichen leben. Das bedeutet auch langsamer leben, nicht jedem Trend hinterher rennen und die kleinen Momente zu genießen. Unzufrieden: Sie überlegen den Arbeitsplatz zu wechseln?

Warum wollen Sie den Job wechseln?

Haben Sie diese Fragen für sich klar beantwortet, bewahrt Sie das vor einer Kurzschlussreaktion, die Sie im Nachhinein bereuen könnten. Denn eine überstürzte Kündigung ist häufig die falsche Entscheidung. Anstatt sofort das Weite zu suchen, kann eine genaue Analyse der beruflichen Situation Klarheit verschaffen. Sie können herausfinden, was Sie stört und mit welchen  Strategien Sie eine Verbesserung Ihrer persönlichen Lage erreichen können.

Analyse der beruflichen Situation

Der Chef

Was für ein Mensch ist Ihr Chef? Arbeite Sie gerne für ihn? Erkennt er Ihre Leistung an?

Die Kollegen

Wie ist mit der Kommunikation im Team? Wie klappen die Arbeitsabläufe? Was denken Sie über die Kollegen? Was denken die Kollegen über Sie?

Die Aufgaben

Sind Sie überfordert oder eher unterfordert?  Können Sie sich mit den Tätigkeiten identifizieren? Erzählen Sie anderen gerne von der Arbeit?

Nun stellt sich die Frage:  Bleiben oder Gehen?

Stellen Sie eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf: Was geben Sie auf, was riskieren Sie - und was können Sie gewinnen? Außerdem sollten Sie Ihre finanziellen Reserven prüfen: Können Sie sich Einbußen leisten, kommt ein eventueller Umzug infrage? Ein Wechsel sollte auf jeden Fall für den zukünftigen Arbeitgeber nachvollziehbar sein.