Montag, 7. November 2016

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

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 Sie sind jetzt Chef: Sie haben eine neue Rolle übernommen und das hat Folgen!

Ihr Verantwortungsbereich hat sich nun geändert, sie sind jetzt nicht mehr einer unter vielen und können sich vor der Verantwortung verstecken. Sie sollten jetzt Einiges überdenken: Ihr Auftreten und Ihr Verhalten wird jetzt anders bewertet. Sie stehen mehr unter Beobachtung durch die Mitarbeiter und durch Ihre eigenen Vorgesetzten.

Ein weiterer Aspekt: Sie gehören nicht mehr zu einer Gruppe von Kollegen. Ihre ehemaligen Arbeitskollegen sind jetzt Ihre Mitarbeiter. Sie können nun nicht mehr gemeinsam über den Chef lästern, denn jetzt sind Sie der Chef. Daraus ergibt sich eine Distanz zu Ihren früheren Kollegen. Das ist anfangs nicht ganz einfach.

Wie gehen Sie mit Ihrer neuen Rolle als Chef um?

Oft wird man zur Führungskraft gemacht, weil man fachlich gute und zuverlässige Leistung erbringt und nicht weil man Mitarbeiter führen kann. Wichtig: Sie müssen die Führungsrolle und Verantwortung annehmen wollen – nicht nur die Position und den Titel.

Zu Beginn Ihrer neuen Rolle als Führungskraft sollten Sie in alle Richtungen kommunizieren:
  •     mit Ihrem Vorgesetzten
  •     mit Ihren Mitarbeitern
  •     mit sich selbst.
Nur so können Sie sich Klarheit darüber verschaffen, welche Erwartungen und Anforderungen konkret an Sie gestellt werden.

Sie sollten sich als neue Führungskraft folgende Fragen stellen:
  • Wie erreichen Sie mit Ihren Mitarbeitern die vorgegebenen Ziele?
  • Wie erarbeiten Sie sich den Respekt Ihrer Mitarbeiter?
  • Wie finden Sie in Ihrer neuen Rolle als Chef eine Balance zwischen Nähe und Distanz?
  • In welchen Situationen verhalten Sie sich empathisch und wann setzen Sie sich durch? 
  • Wie führen Sie ältere und erfahrene Mitarbeiter?
  • Welche Aufgaben einer Führungskraft übernehmen Sie mit welchem Ziel?
  • Welche Schwächen in der Organisation wollen Sie nun als Führungskraft beheben?
Als Führungskraft werden Sie nicht mehr länger nur nach Ihrer eigenen Fachtätigkeit beurteilt, sondern nach der Gesamtleitung Ihres Teams. Dazu ist es wichtig richtig delegieren zu lernen. Aufpassen sollten Sie, dass Sie vorbehaltlos und zeitnah über die wichtigen Sachverhalte informiert werden. Haben Sie keine Angst Entscheidungen zu treffen. Machen Sie klare Ansagen. Bringen Sie auch die kritischen Themen auf den Tisch.

Auf jeden Fall ist in der neuen Position Fingerspitzengefühl gefordert: Nicht autoritär aber auch nicht anbiedernd.

Seminartipp: Vom Kollegen zum Vorgesetzten: https://www.haufe-akademie.de/87.56
Praxistipp: http://www.business-netz.com/Karriereentwicklung/Ploetzlich-Fuehrungskraft-Wechsel-erfolgreich-bewaeltigen